von Prof. Dr. Uwe Hillebrand, Wolfenbüttel
Der Begriff Blasphemie hat in der Religion die Bedeutung einer Gotteslästerung, die in vielen Religionsgemeinschaften ein schweres Vergehen darstellt. Durch eine gotteslästerliche Äußerung wird ein Gott beleidigt, verhöhnt oder verleugnet. Dabei geht es nicht darum, dass der Gott der Gläubigen, also ihr Gott, an den sie glauben, beispielsweise beleidigt wird, sondern nach ihrer Meinung wird damit Gott an sich beleidigt. Für diese Gläubigen ist Gott eine unumstößliche Tatsache, gegen die niemand irgendetwas sagen kann und sagen darf. Dabei handelt es sich aber immer nur um ihren Gott, an den sie glauben. Nicht gerade wenige andere Menschen glauben an einen anderen Gott, der anders heißt und überdies in vielen Dingen anders sein soll. Das ist eben eine Konsequenz der jeweiligen theologischen Lehrmeinung, und die wird von Menschen gemacht. Jede Religionsgemeinschaft hat ihren eigenen Gott, und nur dieser Gott ist ihrer Meinung nach der einzig wahre, alle anderen Götter gibt es nicht. Man erkennt zwar an, wenn eine Person gläubig ist, aber mehr gesteht man ihr nicht zu. Folglich müssen diese verschiedenen Götter Gebilde des Glaubens, anders ausgedrückt reine Fiktion sein, mit Wahrheit können sie nichts zu tun haben. Und etwas, was nicht da ist, kann man auch nicht beleidigen.
Trotzdem wird in einigen nichtchristlichen Ländern nach einer blasphemischen Äußerung die Todesstrafe verhängt. Auf der Erde gibt es also zum einen Menschen, die ins All fliegen, und zum anderen auch Menschen, die für eine so genannte Gotteslästerung ihr Leben lassen müssen. Größer könnte ein Gegensatz nicht sein. Für fundamentalistische Anhänger einer Religion lästert Gott oft allein schon dadurch jemand, weil er einer anderen Religion angehört oder Atheist ist. Dies ist alles sehr schwer vorstellbar, da es letztlich den menschlichen Geist beleidigt.
Letzte Änderung: 18.07.2010
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Uwe Hillebrand ist ein I D I O T
Erstellt am 20.06.2010
Beitrag von Prof. Dr. Uwe Hillebrand
Mit dem vorstehenden Beitrag möchte ich den Lesern zeigen, welche qualifizierten Kommentare mich erreichen.
Erstellt am 01.07.2010