von Prof. Dr. Uwe Hillebrand, Wolfenbüttel
Gemäß der Lehre der christlichen Kirchen ist die Seele der immaterielle Teil eines Menschen, sie beinhaltet seine Empfindungen und Charaktereigenschaften. Nach der Evolutionstheorie, die auch der Vatikan inzwischen bestätigt hat, ist der Mensch aus dem Affen hervorgegangen. Dabei geht die Entwicklung des Homo sapiens, des heutigen Menschen, über mehrere Stufen bis zum affenähnlichen Vormenschen zurück, der in einer subhumanen Entwicklungsphase lebte. Nun sagt die christliche Kirche, dass jeder Mensch eine Seele habe, ein Tier jedoch nicht. Das würde bedeuten, dass irgendeine Vorstufe, in welcher noch das tierische überwog, noch keine Seele hatte. Aber wo liegt hierbei die Grenze? Oder hatten die Vormenschen in Vorbereitung auf kommende Entwicklungsphasen aus praktischen Gründen schon mal eine Seele? Man kann an diesem praktischen Beispiel wieder einmal sehen, dass die christlichen Kirchen durch das überfällige Eingeständnis der Evolution in große Erklärungsnöte gekommen sind.
Letzte Änderung: 19.02.2010
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Beitrag von Bodo Legband
Guten Abend Herr Hillebrand,
bezüglich der Seele hab ich mal gelesen, daß die (katholische?) Kirche auch den nichtmenschlichen Tieren neuerdings eine Seele zuspricht, allerdings im Gegensatz zum Menschen keine »unsterbliche« Seele, sondern quasi nur eine »Einwegseele«.
Freundliche Grüße von
Bodo Legband
P.S.: Vielen Dank für Ihre Seite!
Erstellt am 28.10.2008